Anwendung
Warum mobile Überwachung?
Feste Kameras haben feste Blickfelder — und tote Winkel. Ein mobiler Wachroboter ergänzt das stationäre Kamera-System um Präsenz auf der Fläche: er fährt Routen, prüft Türen und Zäune aus der Nähe, meldet ungewöhnliche Bewegungen und dokumentiert seinen Weg. Für Werksgelände, Umspannwerke, Rechenzentren, Baustellen und temporäre Einrichtungen entsteht eine Kombination aus stationärer und mobiler Überwachung, die Präsenz zeigt statt nur zu beobachten.
Ein zusätzlicher Effekt ist die abschreckende Wirkung: ein sichtbar fahrender Wachroboter signalisiert aktive Überwachung. Für Standorte, die klassisch nur Kamerazaun oder Nachtwächter-Runden nutzen, ist das eine deutliche Verstärkung.
Typische Einsatzbereiche
- Werksgelände — Firmen mit größerem Außenareal, Lagerhöfe, Logistik-Standorte.
- Umspannwerke und Kraftwerke — kritische Infrastruktur mit KRITIS-Verordnungs-Bezug.
- Rechenzentren — Zutrittskontrolle im Außenbereich, Erkennung ungewöhnlicher Präsenz.
- Baustellen und temporäre Einrichtungen — mobile Überwachung ohne feste Infrastruktur, Nachts oder am Wochenende.
- Ereignis-Sicherung — Messen, Sportveranstaltungen, temporäre Sperrzonen.
Die NEXOS-Konfiguration
- PALLAS-Plattform als Basis — auf großen Freiflächen üblich: PALLAS.300 oder PALLAS.800 für Ausdauer und Geländegängigkeit.
- Kamerakuppel mit weitwinkligem Übersichtsbild + Zoom-Kamera für Detail. Optional Wärmebild für Nachteinsätze.
- KI-Anomalie-Erkennung — On-Board oder in NEXOS.DSP: erkennt Personen, Fahrzeuge, ungewöhnliche Bewegungsmuster.
- Docking-Station — automatisches Ansteuern zum Laden. Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit ohne Personaleinsatz.
- Alarm-Workflow — Alarm → Live-Video an Leitwarte → Bewertung durch Mensch → Eskalation (Polizei, Wachdienst).
Datenschutz & Compliance
Mobile Videoüberwachung im Außenbereich berührt Datenschutz. Vor Inbetriebnahme sind zu klären:
- Rechtsgrundlage — bei privaten Werksgeländen üblich Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse), bei öffentlichen Bereichen deutlich strenger.
- Betriebsvereinbarung — bei Arbeitgeber-Einsatz mit Betriebsrat abstimmen (BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6).
- Kennzeichnung — sichtbare Hinweise auf die Überwachung.
- Speicherfristen — Kurzzeit-Puffer statt Daueraufzeichnung. Nur bei Alarm dauerhaft speichern.
- Zugriffs-Rollen — nur berechtigtes Sicherheitspersonal, dokumentierter Zugriff.
Unsere Standardkonfiguration setzt diese Anforderungen technisch um — die konkrete Konfiguration je Standort klären wir mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Warum sich das rechnet
- Ergänzung statt Ersatz — Wachroboter ersetzen keinen menschlichen Wachdienst, entlasten ihn aber. Ein Wachhabender bewertet Alarme aus mehreren Standorten am Bildschirm.
- 24/7 ohne Ermüdung — Routen laufen zuverlässig — auch in der Nachtschicht, wenn menschliche Aufmerksamkeit erfahrungsgemäß sinkt.
- Nachweis für Versicherer — dokumentierte Präsenz und Alarm-Protokoll können Versicherungskosten reduzieren.
- Skalierbar — für Baustellen und temporäre Einrichtungen mobil einsetzbar. Kein Aufbau fester Infrastruktur nötig.
Bausteine
- PALLAS-Plattform (Größe nach Gelände)
- Kamerakuppel mit optischem & digitalem Zoom
- KI-basierte Anomalie-Erkennung (Personen, Fahrzeuge, Bewegung)
- Docking-Station mit Auto-Charging
- Beleuchtung + Nachtsicht/IR
- NEXOS.DSP für Video-Management und Alarmweiterleitung
Diese Anwendung ist ein Standardkonzept. Detaillierte Auslegung und Angebot erfolgen individuell — wir bauen aus unseren Bausteinen genau die Konfiguration, die zu deiner Anwendung passt.